Von Bernhard Dechant und Tina Leisch Eines unserer Hauptanliegen war es, die Bilder vom angsteinflößenden, gesichtlosen Flüchtlingsstrom aufzulösen in Gesichter von Menschen, die man kennenlernen und deren Geschichten man sich nicht so einfach entziehen kann. Wir wollten in einer Zeit, in der unsere Innenministerin nur von den zu vielen Fremden sprach, die da kommen, das Fremde beleuchten und uns ein Stückerl vertrauter machen. Wir suchten Begrifflichkeiten, die den Schutzsuchenden, Schutzbefohlenen und ihren Anliegen gerecht werden. Wir ergriffen das Wort im Namen der schweigende Mehrheit der Menschen in Österreich, die sehr wohl solidarisch ist mit Menschen in Not, nicht nur vor…
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Schutzbefohlene aus unserem KünstlerInnenkollektiv laden zum Flucht Punsch mit Köstlichkeiten aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, Irak und dem Iran, Musik, Licht, Feuer, Freude und reichhaltigem Kulturprogramm!
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Enas ist Mutter zweier wundervoller Kinder, Lenah (7) und Yousif (6). Alle kommen sie aus Bagdad.
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Die Ankunft in Spielfeld wirkt surreal: Österreichfahnen von circa 400 Pegida-Österreich Anhängern und Anhängern der Identitären wehen uns entgegen, während in Sprechchören „Wir sind das Volk“ und „Festung Europa, macht die Grenzen dicht“ gerufen wird.
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Sonntag, 18.10. um 18:30 Uhr im Dschungel Wien Montag, 19.10. um 19:00 Uhr im Schwarzenberg Freitag, 13.11. um 19:00 Uhr im Werk X Montag, 14.12. um 19:00 Uhr im Schauspielhaus Wien Donnerstag, 18.12. um 19:00 Uhr in der Brunnenpassage Schutzbedürftige, die sich im Sommer 2015 hinter den Toren des Lagers in Traiskirchen kennengelernt haben, aus Afghanistan, dem Irak, aus Syrien, dem Iran und Somalia stammend, performen Stücke aus Elfriede Jelineks immer länger und länger werdenden Text „Die Schutzbefohlenen“.
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Wir fahren seit Monaten am Weg nach Traiskirchen an dem sanierten Leerstand vorbei und können nur den Kopf schütteln. Aber wir sind nicht die einzigen, die das hier nicht verstehen wollen:
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Der Trailer SCHUTZBEFOHLENE PERFORMEN SCHUTZBEFOHLENE
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Oder: Wie man Schlepperbanden bekämpft. Wir, die Schweigende Mehrheit, haben heute nicht geschlafen. Unsere Seelen waren auf dem Mittelmeer, in einem Boot, das durch die Nacht trieb. Unsere Eltern und unsere Schwester waren auf diesem Boot. Um 6 Uhr 30 haben wir dann Frieden gefunden. Für diese Nacht, diesen Tag. Die Tränen, die uns über unsere Wangen liefen, haben uns in den Schlaf gewiegt. Seit Tagen haben wir versucht, Wege zu finden diese Überfahrt in der Nacht zu verhindern und sind gescheitert. Angefangen hat es für uns vor 2 Wochen. Angefangen hat es für viele andere schon vor vielen Jahren.
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35 junge Männer aus dem Erstaufnahmelager in Traiskirchen und fünf Frauen, die in den letzten Wochen aus Traiskirchen in ein Heim in Baden gebracht wurden, haben letzten Samstag in der Arena Wien ihre Situation mit Worten aus Elfriede Jelineks „Die Schutzbefohlenen“ auf die Bühne gebracht.