Wir haben unterschiedlich lange Wege hinter uns. Wir sind über verschiedene und doch ähnliche Fluchtrouten in Österreich angekommen. Auf die Frage, woher wir kommen, sagen wir kurz Afghanistan oder Syrien. Aus Traiskirchen haben wir es alle herausgeschafft, aber unsere Verfahren laufen und für diesen Artikel haben wir uns auf die Wir-Form geeinigt, ohne unsere Namen zu nennen.
-
-
Sonntag, 18.10. um 18:30 Uhr im Dschungel Wien Montag, 19.10. um 19:00 Uhr im Schwarzenberg Freitag, 13.11. um 19:00 Uhr im Werk X Montag, 14.12. um 19:00 Uhr im Schauspielhaus Wien Donnerstag, 18.12. um 19:00 Uhr in der Brunnenpassage Schutzbedürftige, die sich im Sommer 2015 hinter den Toren des Lagers in Traiskirchen kennengelernt haben, aus Afghanistan, dem Irak, aus Syrien, dem Iran und Somalia stammend, performen Stücke aus Elfriede Jelineks immer länger und länger werdenden Text „Die Schutzbefohlenen“.
-
Es fällt uns schwer, unseren heutigen Besuch des Lagers in #Roeszke in Worte zu fassen. Heute hat es nicht geregnet und die Lage, auch wenn sie untragbar ist, war ruhig. Selbst die ungarische Polizei hat sich, soweit wir es beobachten konnten, fair verhalten. Wir sind dann zu dem Zaun gegangen, besser gesagt zu dem letzten legalen „Durchgang“ dieses Zaunes und auf einen alten Wachturm gestiegen.
-
Auch wenn sie de facto zwischen Österreich, Ungarn und Deutschland gerade außer Kraft ist, gilt in Europa immer noch die Dublin-Verordnung: Flüchtlinge müssen eigentlich in dem EU-Land um Asyl ansuchen, in dem sie als erstes polizeilich registriert werden.
-
was sie sich wünschen, was sie fordern …. Hier ihre Antworten, Forderungen von Flüchtlingen in Traiskirchen (Here are the demands of refugees in Traiskirchen): „We don’t want to be deported!“ (mehrmals) „Stop Dublin!“ (mehrmals) „We want to learn deutsch.“ „Wir wollen ein friedliches Leben haben.“
-
Wegen der hoffnungslosen Überfüllung des Lagers Traiskirchen hat das Innenministerium beschlossen, in Wien aufgegriffene Flüchtlinge gleich auch direkt in Wien zu internieren, bis ihre Identität geklärt ist und festgestellt wurde, ob sie nicht sofort nach Ungarn zurückgeschoben werden können.
-
Ein kurzer Bericht von heute Sonntag. Wir sind wieder in Traiskirchen und sind mit unseren neuen Freunden/innen aus Syrien, dem Iran, Irak, aus Eritrea und Pakistan im Traiskirchner Freibad. Die Situation im Lager scheint sich ein wenig zu entspannen.“Es wird leerer“, sagt uns Achmed. Trotzdem schlafen immer noch über 1.000 Menschen im Freien, doch fast alle haben jetzt immerhin Zelte. Fast alle, der Bedarf an Zelten ist noch nicht vollständig gedeckt.