• Berichte

    Bericht der Volksanwaltschaft

    Unmenschliche Eindrücke aus dem Erstaufnahmezentrum Traiskirchen, 5. August 2015 Sie schlafen in Gängen oder unter Planen und im Freien. Und unter jenen Menschen, die nicht einmal ein Dach über dem Kopf haben, sind auffallend viele Frauen und kleine Kinder. Die zur Betreuung für 1.800 Asylwerbende zugelassene EAST Traiskirchen ist dramatisch überfüllt und die Bedingungen für die Flüchtlinge und das überforderte Betreuungspersonal untragbar. Die Kommission der Volksanwaltschaft führte im Zuge des Besuchs viele Gespräche mit Asylwerberinnen und Asylwerbern sowie dem Personal vor Ort. Folgende Einzelschicksale zeigen die dramatische Lage exemplarisch auf und verdeutlichen insbesondere die unmenschlichen Bedingungen für UMF bzw. Flüchtlingskinder:

  • Berichte

    Bericht von Bernhard Dechant, 5.8.2015

    Wir waren heute wieder vor dem Lager. Nach dem Aufnahmestopp fragen uns die ankommenden Leute, wo sie jetzt hinsollen und ob das Lager für immer geschlossen ist und ob sie jetzt wieder nach Ungarn müssen, wo sie geschlagen wurden. Ein Mann mit Familie sagt, dass er sich umbringt, bevor er nach Ungarn zurückgeht. Man hat dort in einem Flüchtlingslager seine Kinder geschlagen und 2 Tage von ihm getrennt. Während er erzählt, verlässt ein großer Müllwagen das Lager. „Wir machen sauber“ steht drauf: Amnesty International kommt morgen. 

  • Berichte

    Bericht einer Ärztin, 4.8.2015

    Ich bin Ärztin und schon relativ viel in der Welt herumgekommen, unter anderem auch in den sogenannten 3.-Welt-Ländern. Dementsprechend war für mich die Situation, Menschen in Not ohne basale medizinische Versorgung zu erleben, nicht unbedingt was neues. Das was mich schockierte ist, daß sich dies 40 min von Wien entfernt abspielt!